The Faith of Our Forefathers

Latter-day Saints Who Experienced the End of the War · Der Glaube unserer Vorväter

Read the stories / Geschichten lesen

Foreword / Vorwort

At the invitation of President Dieter F. Uchtdorf and the Area Presidency, Elder Lynn Hansen and his wife Faith were given the assignment to interview German members who experienced the Second World War and the postwar period. More than 330 interviews were conducted, from which this report has been produced.

The collection of life stories of the Saints in Germany who endured incredible hardship during the war and under dictatorship is truly a precious treasure. The more we read and learn about them, the more we become aware of the legacy our forefathers have left us and what they sacrificed. We learn how they remained faithful to their covenants in difficult times. The Church in Germany owes its present position to their faith and diligence.

As Elder Ballard said: “The faith that motivated the pioneers of 1847, and also the pioneers in other countries, was a simple faith rooted in the fundamental teachings of the restored gospel, which they knew was true. ... Like the pioneers who went before us, we will learn that it is only through faith—real faith, which comes from the depths of the soul and has been tested and proven—that we can find safety and confidence on our hazardous journey through life.” (Elder M. Russell Ballard, “You Need Not Fear Your Journey,” Der Stern, July 1997, p. 60f.)

Let us learn from our pioneers. Let us take their faith and their example to heart, and then move forward in the same spirit to become the pioneers of the generations that follow us. One day the prophecies will be fulfilled, and the Church in Germany will be a beacon that shines brightly and unmistakably.

Erich Kopischke, Area President

Auf Einladung von Präsident Dieter F. Uchtdorf und der Gebietspräsidentschaft haben Elder Lynn Hansen und seine Frau Faith die Aufgabe erhalten, deutsche Mitglieder zu interviewen, die den Zweiten Weltkrieg und die Nachkriegszeit miterlebt haben. So wurden über 330 Interviews geführt, aus denen dieser Bericht entstanden ist.

Die Sammlung von Lebensgeschichten der Heiligen in Deutschland, die im Krieg und unter der Diktatur unglaubliche Not durchgestanden haben, ist wahrhaftig ein kostbarer Schatz. Je mehr wir darüber lesen und erfahren, desto mehr wird uns bewusst, was für ein Vermächtnis unsere Väter uns hinterlassen haben und was sie geopfert haben. Wir erfahren, wie sie in schwierigen Zeiten ihren Bündnissen treu geblieben sind. Ihrem Glauben und ihrem Eifer hat die Kirche in Deutschland ihre heutige Stellung zu verdanken.

Wie sagte Elder Ballard? „Der Glaube, der die Pioniere des Jahres 1847 und auch die Pioniere in anderen Ländern antrieb, war ein einfacher Glaube, der in den grundlegenden Lehren des wiederhergestellten Evangeliums verankert war, von dem sie wussten, dass es wahr war. ... Wie die Pioniere, die uns vorausgegangen sind, werden wir lernen, dass wir nur durch Glauben – wirklichen Glauben, der aus tiefster Seele kommt und geprüft und erprobt wurde – auf unserem gefahrvollen Lebensweg Sicherheit und Zuversicht finden.“ (Elder M. Russell Ballard, „Sie brauchen sich vor der Reise nicht zu fürchten“, Der Stern, Juli 1997, Seite 60f.)

Lassen Sie uns von unseren Pionieren lernen. Nehmen wir uns ihren Glauben und ihr Beispiel zu Herzen, und gehen wir dann im selben Geiste voran, um die Pioniere der uns nachfolgenden Generationen zu werden. Eines Tages werden sich die Prophezeiungen erfüllen und die Kirche in Deutschland wird ein Fanal sein, das stark und unverkennbar leuchtet.

Erich Kopischke, Gebietspräsident

From the Interviewers / Von den Interviewern

It was a great honor and joy for us to speak with over 330 members of the Church of Jesus Christ of Latter-day Saints in Germany, Austria, and Switzerland and to record their stories. These are sad but also wonderful stories and testimonies that are part of Church history. In them, we find another kind of pioneers, different from those who arrived in the Salt Lake Valley, but they are just as much pioneers as those of that earlier time.

They had to endure the Second World War and the difficult years that followed, often under very severe circumstances. For German-speaking youth, they should be role models and heroes.

Without the help of service missionaries, who were called by their stake presidents, this collection of oral histories would not have been possible. With gratitude and appreciation for their work, we would like to thank the following missionaries, who worked with us from the beginning and supported us. They are: Erika Vollath, Dagmar Eißler-Rauh, Gerda and Harald Klein.

As we approached the end of this project, the following members also provided us with much help, for which we would like to express our thanks. They are: Erika Heymann, Monika Maichel, Rosemarie Drese, Alina Gäbler and Lothar Brzezicha.

Elder Lynn and Sister Faith Hansen, Friedrichsdorf, June 2009

Es war uns eine große Ehre und Freude mit über 330 Mitgliedern der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zu sprechen und ihre Geschichten aufzunehmen. Es sind traurige, aber auch wunderbare Geschichten und Zeugnisse, die ein Teil der Kirchengeschichte sind. Hierin finden wir eine andere Art von Pionieren, wie die, die im Salzseetal gelandet sind. Aber sie sind genauso Pioniere wie damals.

Sie haben den Zweiten Weltkrieg und die schwierigen Zeiten danach durchmachen müssen, oft unter sehr schlimmen Umständen. Für die deutsch sprechende Jugend dürften sie Vorbilder und Helden sein.

Ohne die Hilfe von Dienstmissionaren, die von ihren Pfahlpräsidenten berufen wurden, wäre diese Sammlung von mündlichen Geschichten nicht möglich gewesen. Mit Dankbarkeit und Anerkennung für Ihre Arbeit möchten wir den folgenden Missionaren, die von Anfang an mit uns gearbeitet, und uns unterstützt haben, danken. Es sind: Erika Vollath, Dagmar Eißler-Rauh, Gerda und Harald Klein.

Als wir uns dem Ende dieses Projekts näherten, haben uns folgende Geschwister auch viel geholfen, wofür wir gerne unseren Dank sagen möchten. Es sind: Erika Heymann, Monika Maichel, Rosemarie Drese, Alina Gäbler und Lothar Brzezicha.

Elder Lynn und Schwester Faith Hansen, Friedrichsdorf, Juni 2009

Editor’s Note / Anmerkung der Redaktion

Over two decades ago, Orville Gunther, a former South German mission president, admonished some of his former missionaries to, “Continue to find ways to serve the German Saints, that you loved and served as full-time missionaries”.

This initiative is one of many that the German Mission Foundation has done to fulfill that exhortation.

Our board first became aware of these wartime saints’ stories in 2012 when Elder Robert C. Oakes spoke at our spring reunion. We approached him and asked if we could have permission to post these histories on one of our websites so that more people could read and benefit from the faith, strength, and shear grit of the war-time members of the Church.

Now, through the latest AI tools, we are making these accounts available in German as well as English.

We have made only minor edits, omitting personally sensitive content, as we deemed prudential. Notations or clarifications at the end of some articles were done by Lynn Hansen, the original compiler of the histories.

As you see the Gospel of Jesus Christ lived through a different lens, you will be inspired and grateful for the legacy that these faithful saints left us.

Kim Nelson, board member, The German Mission Foundation, 2026

Vor mehr als zwei Jahrzehnten ermahnte Orville Gunther, ein früherer Missionspräsident der Süddeutschen Mission, einige seiner ehemaligen Missionare: „Findet weiterhin Wege, den deutschen Heiligen zu dienen, die ihr als Vollzeitmissionare geliebt und denen ihr gedient habt.“

Dieses Projekt ist eines von vielen, mit denen die German Mission Foundation diese Aufforderung erfüllt.

Unser Vorstand erfuhr erstmals 2012 von den Geschichten dieser Heiligen aus der Kriegszeit, als Elder Robert C. Oakes bei unserem Frühjahrstreffen sprach. Wir baten ihn um die Erlaubnis, diese Lebensgeschichten auf einer unserer Websites veröffentlichen zu dürfen, damit mehr Menschen vom Glauben, von der Kraft und von der Standhaftigkeit der Mitglieder der Kirche in der Kriegszeit profitieren können.

Mithilfe der neuesten KI-Werkzeuge machen wir diese Berichte nun auch auf Deutsch und auf Englisch zugänglich.

Wir haben nur geringfügige Änderungen vorgenommen und persönlich sensible Inhalte ausgelassen, soweit wir es für angemessen hielten. Anmerkungen oder Erläuterungen am Ende einiger Beiträge stammen von Lynn Hansen, dem ursprünglichen Verfasser der Sammlung.

Wenn Sie sehen, wie das Evangelium Jesu Christi aus einer anderen Perspektive gelebt wurde, werden Sie inspiriert und dankbar sein für das Vermächtnis, das uns diese treuen Heiligen hinterlassen haben.

Kim Nelson, Vorstandsmitglied, The German Mission Foundation, 2026